Sind Sie im Winter mit Sommerreifen unterwegs, so riskieren Sie Ihre Sicherheit und ein Bußgeld. Behindern Sie andere Verkehrsteilnehmer oder kommt es zu einem Unfall, so erhalten Sie sogar einen Punkt in Flensburg. Die Straßenverkehrsordnung schreibt den Begriff Winterreifen nicht ausdrücklich vor, doch ist dort vorgeschrieben, dass Sie bei Reifglätte, Schneematsch, Schneeglätte und Eisglätte mit Reifen fahren müssen, die mit M+S für Matsch und Schnee gekennzeichnet sind. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich bei diesen Reifen um Ganzjahresreifen oder um Winterreifen handelt. Winterreifen verfügen nicht nur über die Kennzeichnung M+S, sondern zusätzlich über das Bergsymbol und die Schneeflocke. Winterreifen bieten im Winter deutlich bessere Fahreigenschaften als Ganzjahresreifen. Die Straßenverkehrsordnung schreibt auch nicht vor, in welchem Zeitraum Sie mit Winterreifen fahren müssen.

Ab wann Sie mit Winterreifen fahren sollten

Der ADAC schlägt die Faustregel „von O bis O“ vor, um mit Winterreifen zu fahren. Es gilt also, von Oktober bis Ostern mit Winterreifen zu fahren. Der Oktober ist ein guter Zeitpunkt, um auf Winterreifen zu wechseln, da dann bereits die ersten Fröste auftreten können. Hin und wieder kann es zu dieser Zeit sogar schon zu Schneefällen oder zu Glatteis infolge überfrierender Nässe kommen. Das Gesetz schreibt in Deutschland nicht vor, wann Sie Ihre Reifen wechseln sollten. Allerdings wird in einigen anderen europäischen Ländern vorgeschrieben, in welchem Zeitraum Sie mit Winterreifen fahren müssen. In einigen Ländern gilt die Winterreifenpflicht ab dem 1. November, in verschiedenen Ländern oder Regionen, beispielsweise im italienischen Aostatal, sogar schon ab 15. Oktober. Schaffen Sie es im Oktober nicht, die Winterreifen aufzuziehen, so sollten Sie wenigstens Anfang November die Reifen wechseln. Im November ist es jedoch bereits höchste Zeit, da Sie dann schnell von Wetterkapriolen wie

•    Reifglätte
•    Glatteis
•    Schneeglätte
•    Schneematsch

überrascht werden können. Nicht nur die Straßenverhältnisse spielen eine Rolle, sondern auch die Temperaturen. Bereits ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius verhärtet das Gummi der Sommerreifen, die Reifen bieten nicht mehr die notwendige Elastizität und den erforderlichen Straßenkontakt. Anders sieht es bei Winterreifen aus. Das Gummigemisch hat einen hohen Anteil an Kautschuk, es bleibt bei niedrigen Temperaturen weich und elastisch.

Guter Zeitpunkt Mitte Oktober

Der ideale Zeitpunkt, um Winterreifen aufzuziehen, ist Mitte Oktober. Die Temperaturen können dann noch recht mild sein, sodass Winterreifen noch nicht erforderlich sind. Allerdings kann es schnell zu heftigen Regenschauern und Herbststürmen kommen, verbunden mit einem Kälteeinbruch mit Minustemperaturen. Sie sind dann zur richtigen Zeit gut gerüstet und müssen kein Bußgeld befürchten. Vor allem, wenn Sie Ihre Reifen in der Werkstatt wechseln lassen, sollten Sie sich rechtzeitig um einen Termin bemühen. Ein Termin Anfang oder Mitte Oktober ist gut, denn schnell kann die Werkstatt ausgebucht sein. Viele Werkstattkunden lassen erst Ende Oktober oder Anfang November ihre Reifenwechseln. Einerseits wird es zu dieser Zeit schwierig, einen Termin zu bekommen; andererseits kann es dann bereits zu spät sein.

Winterreifen – bis wann?

Sie sollten die Winterreifen mindestens bis Ostern fahren. Sind Ostern allerdings schon im März, so kann es danach noch ziemlich kalt sein, vor Schneefällen und Kälteeinbrüchen sind Sie dann noch nicht sicher. Wechseln Sie Ihre Reifen daher besser Ende April oder Anfang Mai.