Winterreifen haben ihren Preis, sie sind teurer als Sommerreifen oder als Ganzjahresreifen. In Deutschland und auch in vielen anderen Ländern herrscht Winterreifenpflicht, Sie sollten beim Kauf auf gute Qualität achten. Die Straßenverkehrsordnung schreibt Reifen mit der Kennzeichnung M+S vor, die bei Schnee-, Reif- und Eisglätte sowie bei Schneematsch gefahren werden müssen. Bei diesen Reifen kann es sich auch um Ganzjahresreifen handeln. Sind Sie im Winter mit Sommerreifen unterwegs und werden Sie von der Polizei kontrolliert, so droht ein Bußgeld. Zusätzlich erhalten Sie einen Punkt in Flensburg, wenn es zu einem Unfall kommt. Ist das Budget nur schmal, erscheint es verlockend, mit gebrauchten Winterreifen zu sparen. Doch lohnt sich das wirklich? Ein klares Nein ist die Antwort.

Gebrauchte Winterreifen – nicht zu empfehlen

Privatpersonen bieten häufig gebrauchte Winterreifen an. Solche Angebote finden Sie in Kleinanzeigen in Tageszeitungen, im Internet und auch in Internet-Auktionshäusern. Häufig werden diese gebrauchten Winterreifen viel zu teuer angeboten, oft sind sie gar nicht mehr sicher. Auch in Autohäusern und bei Gebrauchtwagenhändlern sowie beim Reifendienst können Sie hin und wieder gebrauchte Winterreifen erhalten, auch solche Angebote sollten Sie genau prüfen. Die Händler wollen verdienen, sie erheben einen hohen Preisaufschlag auf die Reifen. Sie haben die Reifen zumeist auf die Sicherheit geprüft und lassen sich das entlohnen. Die Preise für gebrauchte Winterreifen sind also oft nicht realistisch, die Reifen sind das Geld nicht wert. Sie sollten daran denken, dass die gebrauchten Winterreifen bereits einige Jahre alt sind und dass Sie Winterreifen niemals länger als sechs Jahre fahren sollten. Ebenso kann das Profil bereits stark abgenutzt sein, sodass Sie die Winterreifen bereits nach kurzer Zeit ausmustern müssen. Schon bald müssen Sie neue Winterreifen kaufen, gespart haben Sie mit den gebrauchten Winterreifen letztendlich nicht.

Warum Sie gebrauchte Winterreifen nicht kaufen sollten

Gebrauchte Winterreifen bieten oft nicht mehr die erforderliche Sicherheit, oft verfügen sie über Mängel, die Sie selbst nicht sehen können. Bei einem Unfall leiden häufig die Reifen, doch nicht jeder tauscht sie aus. Kaufen Sie gebrauchte Winterreifen von einer Privatperson, so wird Ihnen derjenige, der seine Reifen veräußern will, kaum verraten, dass er einen Unfall erlitten hat, selbst dann nicht, wenn Sie danach fragen. Schauen Sie sich die Reifen nicht genau an, so können Sie damit böse Überraschungen erleben und Ihre Sicherheit riskieren. Sie wissen nicht, wie viele Kilometer der Vorbesitzer bereits mit den Reifen gefahren ist. Häufig ist die Karkasse bereits stark veraltet, schnell können sich die ersten Mängel an den Reifen einstellen, weshalb Sie sich schon bald nach neuen Reifen umschauen müssen. Bei gebrauchten Winterreifen ist die Auswahl nur sehr klein, häufig haben Sie keine Chance, hochwertige Markenreifen zu günstigen Preisen gebraucht zu kaufen.

Wenn Sie auf gebrauchte Winterreifen nicht verzichten wollen

Möchten Sie gebrauchte Winterreifen kaufen, um zu sparen, dann sollten Sie die Reifen ganz genau in Augenschein nehmen, um noch lange an den Reifen Freude zu haben. Kennen Sie sich selbst mit Winterreifen und deren Eigenschaften nicht aus, so sollten Sie zum Kauf jemanden mitnehmen, der Ahnung davon hat und der auch kleine Mängel erkennt. Sie sollten beim Kauf der gebrauchten Winterreifen auf

  • Hersteller
  • DOT-Nummer
  • kleine Beschädigungen
  • Profiltiefe

achten. Bevor Sie gebrauchte Winterreifen kaufen, sollten Sie sich in Winterreifentests, beispielsweise vom ADAC oder der Stiftung Warentest, informieren, welche Winterreifen wirklich zu empfehlen sind. Sie sollten prüfen, ob die angebotenen gebrauchten Reifen zu Ihrem Fahrzeug passen. Die erforderlichen Angaben über die Reifen, die Sie mit Ihrem Auto fahren dürfen, finden Sie in Ihrem Fahrzeugbrief. Sie sollten nicht nur auf die Abmessungen, sondern auch auf den Tragfähigkeitsindex und auf den Geschwindigkeitsindex für Ihr Auto achten. Diese Angaben finden Sie auf der Reifenflanke. Ganz wichtig ist die DOT-Nummer, da sie Auskunft über das Herstellungsdatum gibt. Wichtig sind dabei die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer, da sie über die Woche und das Jahr der Herstellung informieren. Liegt das Herstellungsdatum schon fünf oder sechs Jahre zurück, sollten Sie die Reifen auf keinen Fall kaufen, da die Reifen nicht länger als sechs Jahre nach Herstellungsdatum gefahren werden sollten. Auch dann, wenn die Reifen noch nicht alt sind, erfüllen sie nicht immer alle Anforderungen an die Sicherheit. Sie sollten das Profil der Reifen auf seine Tiefe kontrollieren. Das können Sie ganz einfach mit einer Zwei-Euro-Münze. Ist der Rand der Münze nicht sichtbar, wenn Sie die Münze zwischen die Profilblöcke stecken, dann haben die Reifen noch das richtige Profil. Sie sollten sich nicht von den gesetzlichen Regelungen irritieren lassen, nach denen das Profil noch eine Tiefe von 1,6 Millimetern haben muss. Tests des ADAC haben ergeben, dass bereits mit einer Profiltiefe von vier Millimetern die erforderliche Sicherheit nicht mehr gegeben ist. Haben die Reifen noch ein Profil von nur vier Millimetern, sollten Sie sie nicht kaufen. Schließlich kommt es darauf an, die Reifen gründlich auf Beschädigungen zu kontrollieren. Achten Sie dabei auf Fremdkörper im Profil, auf Beschädigungen der Lauffläche und der Reifenflanke sowie auf Beschädigungen im Inneren der Reifen.