Das Gesetz erwähnt in Deutschland nicht ausdrücklich den Begriff Winterreifen, in der Straßenverkehrsordnung ist jedoch die Rede von der Verwendung von der angemessenen Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen. Das Gesetz schreibt vor, dass Sie mit Reifen der Kennzeichnung M+S fahren müssen, wenn die Straßenverhältnisse das erfordern.

Die Verwendung von Winterreifen

Die Verkehrsminister der Bundesländer strebten schon lange eine Gesetzesänderung zur Verwendung von Winterreifen und damit für mehr Sicherheit an. Der Bundesrat schreibt in der Straßenverkehrsordnung lediglich vor, dass Sie seit dem vierten Dezember 2012 mit Reifen der Kennzeichnung M+S unterwegs sein müssen, wenn

  • Reifglätte
  • Schneeglätte
  • Eisglätte
  • Schneematsch

die Straßen beherrschen. Bei diesen Reifen kann es sich auch um Ganzjahresreifen handeln. Vorgeschrieben ist auch nicht, ab wann Sie mit Winter- oder Ganzjahresreifen fahren sollen. Sie sollten zu Ihrer Sicherheit im Zeitraum von Oktober bis März oder April mit Winterreifen fahren. Die Regelung für Reifen mit der Kennzeichnung M+S gilt auch für Ausländer, die mit ihrem Fahrzeug in Deutschland unterwegs sind, sowie für Mietwagen. Nicht nur die Kennzeichnung der Reifen ist wichtig, sondern es kommt auch auf die Profiltiefe an, die mindestens 1,6 Millimeter ausmachen muss.

Bei Verstoß droht Bußgeld

Die Polizei kann Kontrollen durchführen, ob Sie mit den richtigen Reifen unterwegs sind. Fahren Sie bei den entsprechenden Straßenverhältnissen im Winter noch mit Sommerreifen, so riskieren Sie ein Bußgeld von 40 Euro. Dieses Bußgeld droht Ihnen jedoch nicht, wenn Sie Ihr Fahrzeug mit Sommerreifen nur geparkt haben. Behindern Sie bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen andere Verkehrsteilnehmer oder kommt es zu einem Unfall, dann müssen Sie mit einem Bußgeld von 80 Euro rechnen und erhalten zusätzlich einen Punkt in Flensburg.